In your Twenties

about the lifestyle of a 20sth
KARRIERE

WHAT ARE THOSE TWENTIES EVEN GOOD FOR?

Ich glaube es war die Zeit, in der ich exzessiv damit begonnen habe alle Staffeln von Sex And The City rauf und runter zu schauen, dass mir klar wurde was ich später beruflich machen möchte. Ich bewunderte Carrie, die für alle Lebenslagen die richtigen Worte fand und mit ihrer Kolumne im New York Star die Massen begeisterte. Außerdem bewunderte ich Samantha. Die perfekte, wenn auch etwas verrückte Freundin, die immer für ihre Mädels da war und einen passenden Spruch auf den Lippen hatte. Ganz nebenbei war sie dann noch eine erfolgreiche Karrierefrau, ein GIRLBOSS wie man heute sagen würde, mit ihrer eigenen PR-Agentur.

Ich entschied mich dazu, karrieretechnisch den Weg von Samantha einzuschlagen und Marketing zu studieren. Ein Feld was mich, auch neben SATC, schon immer interessiert hat. Dennoch lies mich der Gedanke nicht los, dass ich doch auch immer eine Carrie Bradshaw sein wollte, die mit ihren Worten andere Leute begeisterte und sich davon eine hübsche Wohnung in New York leisten konnte.

Dass dies fern von der Realität ist wurde mir dann auch relativ schnell klar. Aber dennoch fand ich einen Weg von Beidem etwas zu haben. Inzwischen arbeite ich Vollzeit in einer Marketingagentur und nutze meinen Fahrtweg von einer Stunde hin und eine Stunde zurück mit der Bahn dazu, an meiner eigenen kleinen „Kolumne“, meinem Blog, zu arbeiten.

Doch wie ist es diesen einen perfekten Weg für sich selbst zu finden? Was, wenn man einfach keine Ahnung hat was man tun möchte? Wacht man eines Tages einfach auf und weiß es? Manchmal vielleicht, ja. Aber wenn nicht, dann sind die TWENTIES dafür da, das herauszufinden.

{16-19 Jahre} Vorsicht ist besser als Nachsicht

Nun, das sind zugegebenermaßen noch nicht die TWENTIES aber wenn ich einen Rat geben kann, dann ist es der, voraus zu denken. Hätte ich das getan, wäre mir manche Hürde in den TWENTIES erspart geblieben.

In dem Alter von 16-19, manche sind jünger, manche älter, deshalb habe ich hier einen größeren Zeitraum gewählt, sind die meisten noch in der Schule und gerade dabei sich auf den Abschluss vorzubereiten. Für mich war in dieser Zeit alles von großer Bedeutung. Alles, außer die Schule. Ein großer Fehler. Die letzten zwei Jahre entscheiden letztendlich darüber, was ihr später machen KÖNNT. Ich wollte nie Medizin studieren und habe meinen Noten daher eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Ich dachte mir, ich würde schon durchkommen und im Abitur kann man schließlich noch einmal Gas geben. Darüber, dass die Noten vorher nicht unwesentlich in den Abschluss mit hinein zählten, machte ich mir wenig Gedanken. Und dann kam es während meines Abiturs dazu, dass sich meine Gedanken fernab des Lernens und guter Noten befanden und ich zwei Prüfungen von fünf versiebte. Nicht tragisch, ich kam trotzdem durch, aber meine Abschlussnote ließ zu wünschen übrig. Und damit fingen die Probleme einer Studienplatzsuche an.

Was ich damit sagen will: Seid euch bewusst, dass ihr bereits vor eurem Eintritt ins Erwachsenenalter darüber entscheidet, wie leicht ihr es haben werdet euer Ziel zu erreichen. Die unter euch, die bereits studieren oder studiert haben, werden mir zustimmen, dass das Abitur ein Spaziergang im Gegensatz zu Prüfungen in der Uni ist. Es lohnt sich also, für zwei Jahre die Zähne zusammenzubeißen und alles zu geben. Dann stehen euch Tür und Tor offen.

Die meisten werden aber jetzt sagen „Das hätte mir mal früher jemand gesagt.“, denn so ging es mir auch. Also wie geht es nun weiter nachdem man die Schule mehr oder minder gut abgeschlossen hat?

{18-21 Jahre} Und jetzt?

Wir stehen nun unmittelbar vor den TWENTIES. Nun stellt sich die Frage: „Was will ich eigentlich machen?“

Die Wege meiner Klassenkameraden trennten sich und jeder ging seinen eigenen. Die einen begannen sofort zu studieren, andere machten eine Ausbildung, wieder andere verschwanden für sechs bis zwölf Monate ans andere Ende der Welt.

Ich hatte das Glück, dass mir bereits vor meinem Schulabschluss klar wurde was ich machen wollte und suchte nach einem Studium in Richtung Marketing. Nun stellte sich nur noch die Frage: „Wo?“

Ich sah mir verschiedene Möglichkeiten an (und ich kann euch sagen, für Marketing und ähnliches gibt es tausende) und ging zu Infoveranstaltungen. Anschließend bewarb ich mich auf die Universitäten und Fachhochschulen meiner Wahl. Meine Pläne durchkreuzte letztendlich mein Schulabschluss. Staatliche Universitäten und Fachhochschulen setzen ihren Numerus Clausus höher an und ließen mich nicht zu. Mir blieb nun noch die Möglichkeit auf eine private Hochschule zu gehen. Diesen Weg schlug ich letztendlich ein.

Was ich damit sagen will: Beginnt am Besten schon in der Schulzeit damit euch Gedanken über später zu machen. Damit meine ich jetzt nicht ausschließlich die Noten, sondern vor allem was genau es sein soll. In vielen Fällen ist das auch nach dem Abschluss noch nicht klar. Ihr seid jetzt vielleicht gerade mal 18. Nehmt euch die Zeit und fahrt ins Ausland oder nehmt ein paar kleine Nebenjobs an und macht euch in der Freizeit Gedanken über was „Und jetzt?“. Die Zeit habt ihr und sie wird euch definitiv helfen. Seht euch verschiedene Möglichkeiten an, wenn ihr etwas gefunden habt, das euch gefällt und entscheidet nicht zu voreilig. Macht euch vielleicht eine Liste mit Pro und Kontra für alle Möglichkeiten. Ein Studium oder eine Ausbildung abbrechen kann man immer und ihr wärt auch sicher nicht die ersten. Aber wäre es nicht toll gleich etwas zu finden, was das richtige für einen ist? Auch wenn man ein Jahr braucht um sich darüber klar zu werden, aber was macht das schon?

{18-23 Jahre} Work hard, play hard

Auch hier musste ich wieder eine breite Zeitspanne nehmen. Denn nun geht es darum, was passiert oder passieren kann, wenn man sich nun endlich (für das Richtige) entschieden hat. Entweder direkt nach dem Schulabschluss, oder nach einer gewissen Zeit Pause. Immerhin haben wir jetzt aber die TWENTIES erreicht. Die Überschrift sagt eigentlich schon alles: Work hard, play hard.

Jetzt geht es darum, die Zähne zusammenzubeißen und, am Besten in den ersten Monaten, festzustellen, ob es die richtige Entscheidung war oder nicht. Meiner Meinung nach geht es relativ schnell und vor allem leicht diese Entscheidung zu treffen. Zumindest bei mir war es so.

Für die Uni gab es häufig etwas zu lernen, oder für Projekte etwas zu erledigen. Wie gesagt habe ich eine private Hochschule besucht, da war der Unterricht sehr praxisnah ausgerichtet, was mir total zusagte. Ich habe dieses Arbeiten aber nie als uninteressant oder besonders nervig empfunden. Ich war interessiert und hatte (fast) immer Spaß daran. Wenn dieser Spaß dauerhaft ausbleibt, sollte man sich definitiv umorientieren. Was bringt es mir, mich durch mein Studium zu quälen und die Arbeit, die ich mindestens für die nächsten 40 Jahre ausführen werde dann ebenfalls uninteressant und nervig zu finden?

Was ich damit sagen will: Schaut es euch die ersten Monate an und trefft dann eine Entscheidung. Meistens merkt ihr schon von Beginn an, dass es doch nicht das Richtige ist. Es bringt hier nichts irgendwem einen Gefallen zu tun, außer euch selbst. Ich kenne einige, die ihren Eltern zuliebe ein bestimmtes Fachgebiet studiert haben und hier total unglücklich wurden. Spätestens im Beruf werdet ihr es bereuen, nicht euren eigenen Weg gegangen zu sein. Wie gesagt, es ist keine Schande einen Ausbildungsweg noch einmal zu ändern. Auf andere und nicht auf sich selbst zu hören bei solch einer wichtigen Entscheidung, ist es allerdings schon.

{20-25 Jahre} Probieren geht über Studieren!

Natürlich strengt ihr euch in dem Studium eurer Wahl schon an und schreibt (meistens) super Noten. Trotzdem, auch wenn ihr auf einer sehr praktisch orientierten Hochschule seid, bedeutet das Studium Unmengen an Theorie. Theorie, die ihr später im Berufsleben zum größten Teil nie wieder brauchen werdet. Woher also wissen, ob es im Job nachher genauso spannend ist wie im Studium?

Ich hatte das Glück im Studium einige Projekte ausarbeiten zu können. Hauptsächlich waren dies Marketingkampagnen, deren Erstellung und Präsentation mir immer viel Spaß machte. Das positivste Erlebnis meines Studiums hatte ich dann aber in meinem sechsmonatigen Praxissemester, das ich in einer Marketingagentur verbrachte. Bereits in den ersten Wochen merkte ich, dass dieser Bereich genau das ist, was ich später einmal machen wollte. Ein Praktikum bringt in den meisten Fällen sicher nicht das große Geld und ist viel Aufwand und Arbeit, die vielleicht nicht immer so wertgeschätzt wird wie man das gerne hätte – aber all das ist es wert! Mir hat mein Praktikum sogar zu meinem Berufseinstieg und derzeitigem Job verholfen und dafür könnte ich dankbarer nicht sein.

Was ich damit sagen will: Tut es! Wann immer ihr könnt! Wenn ihr ohnehin ein Praxissemester im Studium habt, dann nutzt dieses. Nehmt euch so viel Zeit wie möglich, am Besten mindestens ein halbes Jahr. Da bekommt ihr von den Arbeitsabläufen am Meisten mit und betreut manche Projekte vielleicht sogar von Anfang bis Ende. Es gibt doch in der Arbeitswelt nichts schöneres als zu sehen, wie sich die ersten Projekte entwickeln.

Natürlich kann man sich auch nach dem Studium für ein Praktikum bewerben. Das ist seit Einführung des Mindestlohns aber erheblich schwieriger. Die Unternehmen nehmen lieber Pflichtpraktikanten, a.k.a. billige Arbeitskräfte, die sie deutlich unter Mindestlohn bezahlen müssen.

Freundinnen von mir haben sich für das Praktikum auch Urlaubssemester genommen, oder machen nur noch ein oder zwei Prüfungen im entsprechenden Halbjahr, was es auch machbar macht.

Nur schreibt es nicht ab, wenn es nicht vorgegeben ist. Kein Modul hat mir in meinem Studium mehr beigebracht als mein Praktikum.

{22-26 Jahre} Die Bachelorette

Glückwunsch zum bestandenen Abschluss und zum Titel „Bachelorette“! Die Anstrengungen der letzten 3-4 Jahre haben sich gelohnt und selbst die Bearbeitungszeit der Bachelorarbeit war irgendwann vorbei (auch wenn man das zwischendurch nicht mehr geglaubt hat). Nun erst einmal ein bisschen feiern, das habt ihr euch wirklich verdient! Arbeiten tut man noch lange genug …

Aber dann heißt es schon irgendwann … Was nun? Einen Master dranhängen? Ein Praktikum? Auf Reisen gehen? Sofort ins Berufsleben einsteigen?

Ich hatte immer den Plan direkt einen Master anzuschließen. Mein wichtigstes Kriterium: Ich wollte weg von der privaten Hochschule und auf einer staatlichen Hochschule studieren. Ich hatte einen staatlichen Abschluss, da meine Hochschule mit einer staatlichen kooperiert hat, aber trotzdem: Keine Zusage, keine Chance bei Auswahlgesprächen, kein Platz durch das Nachrückverfahren. Die Noten waren super, nur die Fächer passten nicht. Diese passten nur für besagte private Hochschule. Oder für Hochschulen, die mindestens 250 km von meinem Wohnort und Freund und Familie entfernt waren. Kundenbindung vom Feinsten. Marketing von den Besten gelernt. So habe ich das Ganze immer auf die Schippe genommen. Geärgert hat es mich natürlich trotzdem enorm. Außerdem stellten sich Zweifel ein, ob ich nicht doch einen anderen Weg hätte gehen sollen. Beschweren brachte mir aber auch keinen Studienplatz ein, also Alternativen überlegen. Ich arbeitete in Teilzeit ein paar Monate für ein Unternehmen. Entwickelte das Konzept für INYOURTWENTIES. Und suchte und suchte und suchte. Als ich schließlich aufhörte zu suchen, klappte es. Ich erhielt ein Jobangebot, ebenfalls 150 km weg von meinem Zuhause. Ich zögerte trotzdem nicht lange, kündigte meinen Job und nahm eine Strecke von über 300 km pro Tag auf mich, um voll und ganz ins Berufsleben einzusteigen.

Ich sehe nun das Positive daran. 2 Stunden Zugfahrt pro Tag geben mir genug Zeit um INYOURTWENTIES vorwärts zu bringen und effektiv daran zu arbeiten. Somit komme ich um 20 Uhr abends nach Hause und kann mir dann und größtenteils auch am Wochenende, das bisher immer für den Blog herhalten musste, eine schöne Zeit mit meinen Liebsten machen.

Was ich damit sagen will: Hört auf euer Bauchgefühl! Niemand kann euch sagen, wie ihr euer Leben am Besten gestaltet. Ob ihr gleich arbeitet, oder noch reist, oder noch studiert bleibt euch ganz alleine überlassen und das ist auch richtig so. Lasst euch von niemandem zu irgendetwas überreden und nicht unter Druck setzen. Denn nur so kann irgendwann das kommen, was für euch perfekt ist. Vielleicht ist das eine Zusage für den Traumjob. Vielleicht ist es aber auch etwas ganz anderes. Keiner kann euch das vorher sagen, aber ich drücke euch von Herzen die Daumen dafür!

2 Kommentare

  1. Im not that much of a online reader to be honest but your blogs really nice, keep it up! I’ll go ahead and bookmark your site to come back later. Many thanks
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