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KOLUMNE

Du bist Bloggerin? Das ist doch kein Job!

Ich bin sicher, dass einige unter uns Bloggern schon einmal mit diesem Thema konfrontiert wurden. Der Job des Bloggers wurde in den letzten Jahren immer präsenter. Trotzdem ist es noch nicht in allen Köpfen angekommen, dass es genauso eine ehrliche Tätigkeit ist wie Grafikdesigner oder Marketingmanager zu sein. Bloggen wird immer noch als Hobby und als etwas, das man nicht so richtig ernst nehmen muss, gesehen.

Das macht mich, und sicher auch viele meiner Kolleginnen und Kollegen, traurig. Wir wissen wie viel Arbeit dahinter steckt einen Blog aufzubauen, mit Inhalt zu befüllen und ihn kontinuierlich weiterzuentwickeln. Bloggen besteht nicht daraus, immer wieder ein paar Gratis-Produkte zugeschickt zu bekommen und mit diesen das perfekte Foto auf Instagram zu posten. Das ist nur ein Teil davon. Ein sehr kleiner Teil.

Am Meisten hat mich letzte Woche eine meiner (bisherigen) Lieblingszeitschriften schockiert: Das Manager Magazin. Ein offenbar nicht ganz so professioneller Redakteur führte ein Interview mit Caro Daur, einer der erfolgreichsten Bloggerinnen Deutschlands. Ich finde es schwer ein Interview wirklich zu beurteilen, bin aber sicher, dass es ganz anders abgelaufen ist, als es schlussendlich dargestellt wurde. Caro Daur wurde als ein Modepüppchen hingestellt, das den ganzen Tag nichts anderes macht als ein paar Fotos für Instagram zu shooten und dafür dick abzukassieren. Zum Abschluss des Interviews wurden noch die Fragen aufgelistet, die sie nicht beantwortet hatte. Denn das wäre ja ohnehin eine absolute Frechheit Fragen einer Person aus der Presse nicht zu beantworten.

Mit Kopfschütteln las ich das Interview und fragte mich, wie immer noch so wenig Verständnis da sein kann, wenn es um den Beruf des Bloggers geht. Selbst von Personen, die sich eigentlich mit dem Thema auskennen sollten, zum Beispiel den Redakteuren des Manager Magazins. Hätten sie den Geschäftsführer eines Start Up zum Interview getroffen, bin ich sicher, dass solche Fragen nicht gestellt worden wären. Denn ihn muss man ja erst nehmen. Er geht ja einem ehrlichen Job nach. Influencer Marketing ist 2017 nun wirklich kein unbekannter Begriff mehr. Und Bloggen wurde zu einem Job wie jeder andere.

Wir Blogger schreiben eben für kein Printmedium. Wir haben unser eigenes „Magazin“ online. Wir bestimmen welche Artikel veröffentlicht werden. Wir reagieren auf unsere Leserinnen und Leser und setzen ihre Wünsche so gut wir können um. Wir bauen uns eine Community auf, die sich für unsere Inhalte wirklich interessiert und die sich freut, wenn wir wieder einen neuen Beitrag online gestellt haben. Außerdem, was für mich am Wichtigsten ist, sind wir unsere eigenen Chefs. Wir sind Geschäftsführer. Nur nicht so wie ihr das vielleicht kennt. Sind wir deshalb schlechter oder weniger ernst zu nehmen? Das denke ich nicht! Uns sagt niemand was wir zu tun haben und wann wir es zu tun haben (mal abgesehen von Kooperationen, da natürlich schon). Wir haben die Freiheit unseren Arbeitsalltag so zu gestalten wie wir möchten. Jeden Tag besteht die Möglichkeit wieder etwas ganz Neues zu erleben. Wir können arbeiten von wo aus wir wollen. Alles was wir brauchen ist ein Laptop, eine WLAN Verbindung und eine Kamera.

Es klingt vielleicht wie ein Hobby, das mag sein. Aber ist es nicht genau das was alle wollen? Das Hobby zum Beruf machen? Ich sag euch was: Wir haben genau das geschafft! Und DAS ist es, was ein Blogger macht.

2 Kommentare

    1. Dankeschön 🙂 Ja, leider schon. Ich hoffe, das wird in der Zukunft besser werden.
      Liebe Grüße
      Rebecca

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