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Wie du dich und deine Marke richtig positionierst

Das erste mal bewusst begegnete mir das Thema „Positionierung“ im Marketing-Studium. Positionierung als essentieller Teil der Vermarktung. Natürlich ist es extrem wichtig sich darüber Gedanken zu machen wofür die Marke steht und wie man sie auf dem Markt durchsetzen möchte. Dennoch sollte man auch sich selbst dabei nicht vergessen. Denn auch die eigene Person lässt sich wunderbar positionieren. Achte darauf, falls du das noch nicht getan hast, vor allem im Beruf. Eine klare Positionierung kann dir sehr weiterhelfen, in vielen Bereichen.

Der heutige Beitrag soll ein Mix aus allem sein: Die Positionierung der eigenen Person und die Positionierung einer Marke – besonders interessant für alle Selbstständige (oder die, die es mal werden möchten), Mitarbeiter im Marketing oder Blogger. Die Tipps lassen sich auf viele Branchen und Situationen anwenden.

1. Lerne dich selbst kennen

Zunächst also zu deiner eigenen Person. Um dich optimal positionieren zu können, musst du dir über bestimmte Fragen klar werden:

  • Wer bin ich?

  • Was kann ich?

  • Was macht mich besonders?

  • Was mag ich gerne?

  • Wo kann ich mich verbessern?

Die Fragen kann man natürlich stets noch detaillierter aufzeigen. Diese wirst du dir beim Beantworten vermutlich selbst stellen. Nimm dir ein bisschen Zeit und versuche all die Fragen zu beantworten. Ist es dir leicht gefallen? Hast du auf alle Fragen eine Antwort gefunden? Achte darauf, sie nicht zu allgemein zu beantworten, sondern wirklich ins Detail zu gehen.

Wenn es dir schwer gefallen ist, dann denke kurz darüber nach, was hinter all den Fragen steckt:

Wer bin ich?

Beginne mit den Basics: Wie heißt du? Wie alt bist du? Wo kommst du her?

Gehe dann ein bisschen weiter und denke über deinen Charakter nach. Bist du extrovertiert oder introvertiert? Weißt du sofort was du mit jeder neu kennengelernten Person sprechen sollst, oder bist du eher still und versuchst die Situation zunächst zu überblicken? Bist du emotional oder behältst du deine Gefühle lieber für dich? Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten den eigenen Charakter zu definieren. Ich bin sicher dir fallen noch einige ein, wenn du dich wirklich intensiv mit diesem Thema beschäftigst. Probier es aus! Ich bin sicher du wirst noch einiges über dich lernen können.

Was kann ich?

Wo liegen deine Fähigkeiten? In welchem Bereich hast du eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen? Was hast du dir selbst beigebracht oder wozu hast du sogar ein Talent? All das kann dir dabei helfen, den für dich perfekten Weg zu finden. Du wirst überrascht sein, aus welchen Fähigkeiten, welchen Talenten du eine Karriere und/oder einen Lebensweg bilden kannst.

Was macht mich besonders?

Es gibt etwas, das dich von anderen abhebt. Das kann eine Charaktereigenschaft, oder eine Fähigkeit sein. Irgendetwas macht dich besonders. Es ist dein persönlicher USP – dein einzigartiger Produktvorteil (mit der Ausnahme, dass du kein Produkt bist versteht sich). Geh also zurück zu deinen Antworten zu deinem Charakter und deinen Fähigkeiten. Findest du da etwas Besonderes? Etwas, das nicht alle haben? Vielleicht siehst du es als selbstverständlich an, aber schau genau hin. Ich bin sicher es gibt etwas!

Was mag ich gerne?

Verwechsle diesen Punkt nicht mit deinen Fähigkeiten! Sicher, viele Dinge, die du gut kannst wirst du auch gern mögen und umgekehrt. Aber nicht nur! Vielleicht interessieren dich bestimmte Dinge sehr, die du aber noch nicht kannst. Zum Beispiel eine neue Sprache, Grafikdesign, Programmieren oder Malen – was es auch sein mag, du wirst es auf jeden Fall mögen, dennoch nicht unbedingt bereits können. Überlege dir, woran du festhalten möchtest und verfolge es weiter. #dowhatyoulove – mehr muss dazu nicht gesagt werden.

Wo kann ich mich verbessern?

Beachte dazu gleich den vorigen Punkt: Was magst du gern, kannst es aber noch nicht so gut? Beginne damit und verbessere dich genau in diesen Punkten. Der Fokus liegt auch hier darauf, was dich in Berufs- und Privatleben weiterbringt. Willst du zum Beispiel besser im Präsentieren werden, dann besuche ein Seminar für Rhetorik. Möchtest du ein eigenes Unternehmen gründen, dann wäre ein Kurs in Steuerrecht eine gute Idee. Du hast vor mit deinem Freund zusammenzuziehen, dann wäre es gut sich mit einem gemeinsamen Finanzplan zu beschäftigen. Egal was es ist, Hauptsache du tust etwas dafür. Auch kleine Schritte sind wichtig.

2. Lerne deine Zielgruppe kennen

Weg von dir und hin zu deiner Zielgruppe – deinen Lesern, Kunden, Geschäftspartner oder einfach deinem Publikum. Wenn es um die Positionierung geht ist eines ganz wichtig: Für dein Unternehmen (egal ob du Mitarbeiter oder Geschäftsführer bist) gilt IMMER eine ganz wichtige Regel.

Bei deinem Unternehmen geht es nicht um dich – es geht um deinen Kunden!“

Diese Botschaft ist unglaublich wichtig und sollte niemals aus den Augen gelassen werden. Wenn du deinen Businessplan schreibst, oder für deinen Arbeitgeber einen neuen Strategieplan aufstellst, solltest du ständig an deinen Kunden denken. Lass die Vision und Mission deines Unternehmens nicht aus den Augen, aber richte diese stets auf den Kunden aus. Das solltest du unbedingt von ihm wissen:

  • Ist dein Kunde weiblich oder männlich?

  • Wie alt ist dein Kunde?

  • Wo kommt dein Kunde her (geografisch und demografisch)?

  • Hat dein Kunde eine Ausbildung in einem bestimmten Bereich? Was ist sein höchster Bildungsabschluss?

  • Welchem Beruf geht dein Kunde nach? Oder befindet er sich vor oder nach dem Berufsleben?

  • Was sind die beruflichen und persönlichen Ziele deines Kunden?

Wenn du all das von deinen Kunden weißt, bist du super vorbereitet und deiner, perfekt auf den Kunden zugeschnittene, Positionierung steht nichts mehr im Weg.

3. Lerne deine Wettbewerber kennen

Du bist wichtig, deine Kunden sind wichtiger, aber auch deine Wettbewerber solltest du nicht außer Acht lassen. Deine Wettbewerber sind vielleicht schon länger im Geschäft, dann kannst du sicher einiges von ihnen lernen. Beachte den wichtigen Unterschied von „etwas abschauen“ und „kopieren“. Kopiere NIEMALS einen Wettbewerber. Hole dir ein paar Tipps, das ist definitiv erlaubt. Oder arbeite vielleicht mit ihnen zusammen, aber kopiere sie und ihre Inhalte nie 1:1. Versuche also mit ein paar Fragen an die Wettbewerbsanalyse heranzugehen:

  • Was ist das genaue Business deiner Wettbewerber? Welche Leistung bringen sie ihren Kunden?

  • Welches Image haben deine Wettbewerber und was tun sie dafür?

  • Welche Abschlüsse haben deine Wettbewerber? Ist das für deine Branche relevant?

  • In welchen Bereichen haben deine Wettbewerber sich weitergebildet?

  • Welches Netzwerk haben deine Wettbewerber? Mit wem connecten sie sich über das Internet oder bei Events?

Du wirst sicher einige Wettbewerber haben. Um die Analyse dennoch nicht endlos zu gestalten, such dir deine drei stärksten Wettbewerber heraus und schaue dir sie genauer an. Das ist keine Sache von fünf Minuten, wird dich aber weiterbringen.

4. Blicke in die Zukunft

Du kennst nun dich, deine Zielgruppe und deine Wettbewerber. Das ist eine perfekte Ausgangssituation für deine Positionierung. Nun geht es an die Umsetzung und darüber hinaus. Denn nun schaust du in die Zukunft, ob deine Positionierung auch für deine Visionen noch passen wird. Stelle dir dazu folgende Fragen:

  • Was will ich in der Zukunft erreichen? Womit will ich meine Ziele erreichen? Wie will ich sie erreichen?

  • Wohin gehen die Trends?

  • Wie kann ich stets in mich und mein Business investieren?

  • Welche Möglichkeiten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung und Weiterbildung habe ich?

Du siehst, hier geht es um alle Punkte, die vorher schon diskutiert wurden. Es geht um dich, um dein Business, um den Markt, deine Kunden und deinen Wettbewerb. In der Zukunft solltest du unbedingt auf alle Komponenten achten. So bleibt deine Positionierung auch in den nächsten Monaten, Jahren und Jahrzehnten noch aktuell. Die ganze Arbeit soll ja nicht umsonst gewesen sein!

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