In your Twenties

CAREER MOTIVATION PURPOSE
KARRIERE SELBSTVERWIRKLICHUNG

RUN! Warum “Weglaufen” nicht feige ist, sondern Mut beweist

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber für mich ist der Begriff „Weglaufen“ immer negativ behaftet und wird automatisch mit einer schlechten Situation verbunden. Hauptsächlich laufen wir dann weg, wenn wir in Gefahr sind. Die einzige positive Assoziation, die sich mir hier bietet ist das Bild, von fröhlich quietschenden, spielenden Kindern. Auch, wenn ich selbst meist als erste gefangen wurde, da schnelles Rennen einfach nicht zu meinen Stärken zählt (meine Leichtathletik-Noten in der Oberstufe haben das eindeutig bewiesen).

Sind wir allerdings keine Fangen spielenden Kinder mehr und sind auch nicht in Gefahr, werden Leute, die von etwas weglaufen, oftmals als „feige“ bezeichnet. Sie entfliehen vielleicht gerade einer Situation, in der sie sich nicht wohlfühlen. Oder sie beenden eine schwierige Beziehung, ohne (für einen Außenstehenden sichtbar) daran gearbeitet zu haben. Egal was es ist – wir sollten uns über eine Sache klar werden: Diese Leute sind nicht feige. Sie sagen „Nein“ zu etwas anderem und damit immer automatisch „Ja“ zu sich selbst.

Wenn der Arbeitsplatz den Fluchtinstinkt auslöst

Nehmen wir exemplarisch die Situation am Arbeitsplatz. Bestimmt hat sich jede schon einmal in einer Situation befunden, in der sie mit ihrer Arbeitsstelle unzufrieden war. Die „harmlosen“ Gründe sind hierbei noch: Zu wenig Gehalt, kein Urlaubsgeld, kein eigenes Büro, etc.

Gefährlich wird es, wenn einer der folgenden Gründe ausschlaggebend für die Unzufriedenheit ist:

  • Keine Wertschätzung

  • Unzumutbare Arbeitszeiten ohne Überstundenausgleich

  • Schlechte Führungsqualitäten innerhalb der Firma

  • Mobbing

Die Liste könnte noch um einige Punkte erweitert werden, aber ich denke du hast nun ein Gefühl dafür bekommen, worauf ich hinaus möchte. Sobald unser psychisches Wohlbefinden beeinträchtigt wird, entwickelt sich bei uns das Gefühl, wir wären in Gefahr. Und das sind wir auch. Dauerhafte psychische Belastung führt nicht selten zu leichten oder schweren psychischen Krankheiten, die uns in unserem Alltag stark beeinträchtigen können. Ein Burnout ist nur ein Krankheitsbild davon.

Nachdem unser Körper nun das Gefühl der Gefahr erkannt hat, bereitet er sich automatisch auf den Fluchtinstinkt vor – er möchte weglaufen. Aber wie soll das funktionieren? Von heute auf morgen kündigen? Was wird der Chef denken? Was sprechen die Kollegen dann hinter meinem Rücken über mich? Wird sich das nicht negativ auf meinen Lebenslauf auswirken? Diese oder ähnliche Fragen können dir in dieser Situation begegnen. Wenn du dir eine dieser Fragen ernsthaft stellst, weißt du im Umkehrschluss allerdings auch schon, dass „Weglaufen“ in diesem Fall definitiv die richtige Entscheidung ist. Du lässt dich in dieser Situation nicht mehr rational, sondern nur noch emotional leiten. Die Situation tut dir nicht gut – das hast du (rational) festgestellt. Nun machst du dir nur noch Gedanken über externe Faktoren, wie zum Beispiel: „Was denken die anderen?“ Das sollte dich in diesem Fall aber nicht primär interessieren. Nur eine Person sollte bei dieser Entscheidung berücksichtigt werden: Du.

Du bist die wichtigste Person in deinem Leben

Erst vor Kurzem las ich einen Artikel über ein Seminar, in dem der Seminarleiter seine Teilnehmer fragte, wer die wichtigste Person in ihrem Leben sei. Er bekam viele verschiedene Antworten: Der Partner, die Familie, die beste Freundin. Aber kein einziger Seminarteilnehmer beantwortete die Frage richtig. Wenn dich jemand fragt, wer die wichtigste Person in deinem Leben ist, solltest du mit Überzeugung antworten können: „Ich bin die wichtigste Person in meinem Leben.“ Das ist keineswegs egoistisch, sondern zeigt, dass du dich selbst liebst und mit dir im Reinen bist.

Warum also solltest du dich bei einer Entscheidung, wie einem Karrierewechsel, von externen Faktoren beeinflussen lassen, wenn doch die wichtigste Person in deinem Leben davon überzeugt ist, dass es sich hierbei um die richtige Entscheidung handelt? Indem du dir Zeit lässt in Ruhe darüber nachzudenken, fragst du dich theoretisch selbst um Erlaubnis. Kommst du zu dem Schluss, dass die Entscheidung gut ist, hast du dir im Prinzip zugestimmt.

Es wird immer Personen aus deinem Umfeld geben, die deine Entscheidungen nicht gutheißt und vielleicht sogar versucht dich davon abzubringen. Solange du aber mit deiner Entscheidung glücklich bist, weißt du, dass sie für genau diesen Moment die richtige ist.

Lauf!

Egal in welchem Lebensbereich: Wenn du dich in einer Situation nicht wohl fühlst, dann ändere es! Denk immer daran, dass eine gesunde Portion Egoismus auch etwas Gutes bedeuten kann. Wenn du nicht weißt welchem Ziel du folgen sollst, dann hab immer eins vor Augen: Das Ziel, glücklich zu sein. Und dann folge diesem. Jeden einzelnen Tag.

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