In your Twenties

about the lifestyle of a 20sth
KARRIERE

HOW TO START A BLOG

Lasst mich eins gleich vorweg nehmen: Das ist nicht die tausendste Anleitung wie man einen Blog startet und dann mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Erfolg hat. Erfolg mit einem Blog zu haben, geht dann doch ein bisschen über den Launch hinaus. Eigentlich hat der Launch fast noch nichts mit Erfolg zu tun. Auch IYT ist noch sehr weit von dem weg, wo ich es eigentlich haben möchte. Deshalb werdet ihr von mir keine Tipps dafür bekommen, wie ihr mit eurem Blog erfolgreich werdet. Meiner Meinung nach spielt da auch sehr viel Glück mit rein (und zur richtigen Zeit auf dem richtigen Instagram-Bild verlinkt zu sein). Ich werde euch Schritt für Schritt erzählen, worauf ich geachtet habe, bevor ich IYT gegründet habe und den ein oder anderen damit vielleicht dadurch motivieren selbst etwas Ähnliches zu wagen.

 

Eine kleine Vorgeschichte

Meinen ersten Blog Fabulous Destiny startete ich 2011. Eine Bekannte von mir war eine der Ersten, die aus meiner Umgebung so richtig in das Thema Social Media und Blogging einstiegen. Ich war von Beginn an total fasziniert und wollte so etwas auch machen.

Als ich zu Hause war meldete ich mich deshalb auf Blogger an und gründete meinen ersten Blog. Ohne wirklich eine Ahnung davon zu haben worüber ich schreiben möchte, wie oft ich schreiben möchte, wie ich auf mich aufmerksam machen wollte, wer meinen Blog lesen möchte. So viele offene Fragen über die ich mir damals keine Gedanken machte.

Was mich letztendlich zum Scheitern brachte war aber nicht das unüberlegte Launchen meines Blogs (das ging ja bei einigen Bloggern sehr gut). Ich scheiterte daran, dass ich mich dauerhaft nicht motivieren konnte. Dadurch kam letztendlich nie eine richtig große Community zusammen und niemand, beziehungsweise zu wenige, lasen das was ich schrieb überhaupt.

6 Jahre später denke ich zurück und überlege mir, was damals schief ging. Inzwischen bin ich zu dem Ergebnis gekommen: Mir fehlte das Konzept. Ich schrieb über alles etwas, aber ohne Struktur und wie es mir gerade gefiel. Die Qualität meiner Fotos war mehr schlecht als recht und um Social Media kümmerte ich mich damals sowieso gar nicht. Das sollte sich beim zweiten Versuch nun alles ändern.

Was?

Zuerst muss man sich klar machen, als was der eigene Blog überhaupt gesehen und wofür er genutzt werden soll. Früher haben die kreativen Leute einfach einen Blog gegründet und dann abgewartet wo die Reise hinführt. Die Idee finde ich total schön, allerdings habe ich für mich festgestellt, dass ich klar definieren muss was ich mache, um nicht von meinem eigentlichen Weg abzukommen.

Welche Art von Blog soll es nun sein? Wollt ihr im Bereich Lifestyle, Beauty, Mode, Reisen, oder Food bloggen? Ich lese diese Blogs immer noch mit am Liebsten. Natürlich gibt es inzwischen eine enorm große Zahl an solchen Blogs, aber wenn man für eines (oder mehrere) dieser Themen brennt … warum nicht?

Sehr spannend finde ich, aufgrund meines Jobs, auch Blogs in Richtung Wirtschaft. Tipps und Tricks zum Thema Marketing und Social Media kann man als „Marketing-Girl“ nie genug haben.

Klickt euch einfach durch die große Online-Welt und ich bin mir sicher ihr werdet das Thema finden, das euch am Meisten begeistert.

Was genau?

Nun wird es etwas detaillierter. Nachdem das Thema für euren Blog feststeht, solltet ihr euch Gedanken machen was dieses Thema alles hergibt. Ich empfehle hierfür ein ganz klassisches Konzept, einen Businessplan, zu schreiben. Das Schöne ist, dass ihr zu Beginn mit eurer Gliederung alles strukturiert und so einen roten Faden für euer Konzept, und damit auch für euren Blog entwickelt.

Nicht zu vergessen sind hierbei die folgenden Punkte:

  • Wie lässt sich mein Blog in wenigen Sätzen zusammenfassen (Mission)
  • Was will ich erreichen (Vision)
  • Wer oder Was ist mein Blog eigentlich (Corporate Identity)
  • Wie arbeite ich (Leitbild)
  • Wer ist mein idealer Leser und wie ist er so (Zielgruppe)
  • Was hebt meinen Blog von anderen ab (USP)
  • Was machen die anderen (Wettbewerbsanalyse)
  • Was bringt mir das alles (Finanzielle Analyse)

Bei der Erstellung meines Businessplans habe ich mich auf diese Hauptpunkte fokussiert und sie mit vielen Details ausgeschmückt. Gerade zu den Themen CI, Zielgruppe und Wettbewerbsanalyse kann man unendlich viel schreiben. Tobt euch einfach aus, schaut wie weit ihr kommt und wo euch die Reise hinführt. Manchmal ändert man sein Konzept auch noch während man es niederschreibt. Wenn ihr es aber fertiggestellt habt, werdet ihr euch so stark damit auseinandergesetzt und es ständig wiederholt haben, dass euch gar nichts anderes übrig bleibt, als das Konzept schließlich umzusetzen.

Wer?

Ihr selbst. Natürlich. Schließlich ist es euer Projekt und ihr wollt es auch umsetzen.

Aber wollt ihr dabei alleine sein, oder wollt ihr euch mit anderen kreativen Jungs und Mädels zusammentun und aus eurem kleinen Blog etwas großes in einer Gemeinschaft machen? Wichtig ist , dass ihr euch bewusst macht, dass es für beide Ansätze Vorteile gibt. Hier ist es zu empfehlen, auf das Konzept eures Blogs, oder sogar nur auf eure Mission zu schauen. Ist es möglich dies alles alleine umzusetzen? Ist es möglich an diesem Projekt mit mehreren Personen zu arbeiten? Welcher Weg ist für mich und meinen Blog besser?

In meinem Fall habe ich mir die Vorteile für jede Möglichkeit aufgeschrieben und anschließend analysiert, was für mich das Beste ist. Am Besten ihr macht das mit einigen konkreten Beispielen für euren Blog. So erkennt ihr am Besten wofür euer Blog gemacht ist.

Warum?

Überlegt euch konkret was eure Ziele sind. Diese solltet ihr euch immer wieder in Erinnerung rufen. Letztendlich ist das „Warum?“ wie die Vision, die ihr für euren Blog habt. Nur viel konkreter.

Ich empfehle immer beim „Warum?“ sich mehrere kleine Ziele zu setzen, anstatt nur ein oder wenige große. So habt ihr immer wieder ein kleines Erfolgserlebnis, das euch motivieren wird, an eurem Blog, in den ihr bisher schon so viel Zeit investiert habt, weiter zu arbeiten.

Ich habe bereits in meiner Planungsphase immer wieder kürzere (oder längere) To-Do-Listen geschrieben, um so von Woche zu Woche wieder ein paar Punkte abhaken zu können und zu sehen, dass es irgendwie doch voran geht (auch wenn man daran von Zeit zu Zeit (ver)zweifeln kann).

Findet euer eigenes System, wie ihr euch eure Ziele setzen wollt und verliert sie nicht aus den Augen!

Wie?

Nun geht es detailliert in die Planung. Wie wollt ihr euer erarbeitetes Konzept in die Tat umsetzen? Es empfiehlt sich, auch dafür im Voraus schon einen Plan zu entwickeln, als einfach drauf los zu schreiben und bereits in Woche drei nicht mehr so recht zu wissen, was eigentlich gepostet werden soll. Von regelmäßigen Beiträgen in sozialen Netzwerken mal ganz zu schweigen.

Ich habe mir für meinen Blog bereits weit vor dem eigentlichen Launch einen Redaktionsplan erstellt, der mich täglich auf dem Laufenden hält. Ganz besonders wichtig ist das meiner Meinung, wenn ihr bestimmte Themenbereiche abdeckt, in denen immer wieder wichtige Ereignisse stattfinden. In meinem Fall ist das zum Beispiel die Fashion Week. Hier habe ich mir Reminder gesetzt, um über das Internet und andere Blogger-Kolleginnen Informationen einzuholen und meinen eigenen Fashion Week Bericht zu schreiben, auch wenn ich selbst nicht dort sein kann. Natürlich müssen gleichzeitig auch soziale Netzwerke an den Beitrag des Tages gekoppelt sein und diesen bewerben, damit die gewünschte Zielgruppe erreicht und begeistert werden kann.

Für euch habe ich ein Muster meines Redaktionsplans hier aufgeführt. Diesen könnt ihr ganz einfach nach euren Wünschen abändern. Außerdem funktioniert er natürlich genauso gut, wenn er schön säuberlich in ein Notizbuch geschrieben wird (wo er bei mir auch bald zu sehen sein wird).

 

 

 

 

 

 

 

Wann?

Zu guter Letzt muss noch eine Frage geklärt werden: Das „Wann?“. Am Besten habt ihr vorher schon alle Punkte ausführlich bearbeitet und müsst praktisch nur noch eure Seite freischalten, wenn ihr über das „Wann?“ entscheidet.

Ich habe meinen Zeitpunkt des Launches relativ früh festgelegt und musste diesen dadurch immer wieder nach hinten verschieben, weil dann doch etwas mit der Programmierung nicht geklappt hat, oder noch nicht alle Bilder fertig waren, oder eine fiese Erkältung dazwischen kam.

Daher mein Rat: Macht alles fertig, nehmt euch noch ein paar Tage um alles in Ruhe noch einmal zu durchdenken, um über alles noch einmal drüber zu schauen und TAKE CHANCES. Setzt euch dann einen Termin für euren offiziellen Launch, haltet diesen ein und gönnt euch ein kleines Glas Prosecco. Denn mit ein bisschen Arbeit und Herzblut steht eurem erfolgreichen Blog nichts mehr im Wege!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*